Das ZDF

Das Zweite Deutsche Fernsehen, kurz ZDF, gehört zu den größten Sendeanstalten in Europa und bildet zusammen mit den in der ARD zusammengeschlossenen Rundfunkanstalten den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland. Die Deutsche Bundespost beschloss im Jahr 1960 den Aufbau einer zweiten Senderkette neben der ARD. 1961 wurde der Staatsvertrag über die Errichtung des ZDF von allen deutschen Ministerpräsidenten unterzeichnet. Der Name für die neue Senderkette war schnell gefunden und setzte sich trotz alternativer Vorschläge am Ende durch. Das ZDF ging am 01. April 1963 an den Start und sendet seitdem bundesweit sein Programm.

Den Hauptsitz hatte der Sender von Anfang an in Mainz, der Hauptstadt von Rheinland-Pfalz, obwohl es auch in dieser Frage zunächst Meinungsverschiedenheiten gab. Unter anderem waren auch Essen, Düsseldorf und Frankfurt am Main als mögliche Standorte vorgeschlagen worden; am Ende setzte sich Mainz durch. Bis die neu errichteten Gebäude im Mainzer Stadtteil Lerchenberg bezogen werden konnten, verteilten sich die Abteilungen des ZDF auf Studios in Eschborn und Wiesbaden. Anfang 1967 wurde der erste Bauabschnitt fertiggestellt. Der dritte Bauabschnitt, das markanteste Gebäude des ZDF, war ein Rundbau, in den im Dezember 1984 das neue Sendezentrum einzog.
Fast genauso alt wie das ZDF selbst sind seine berühmten Maskottchen – die Mainzelmännchen. Die sechs Trickfiguren wurden seinerzeit entwickelt, um die Werbeblöcke vom restlichen Programm im ZDF optisch zu trennen und die einzelnen Werbespots zwischendurch mit kurzen Einspielern von wenigen Sekunden aufzulockern. Anton, Berti, Conni, Det, Edi und Fritzchen wurden von dem Grafiker Wolf Gerlach für das ZDF entworfen, wobei jeder Figur ihre eigenen Farben und ihr eigener typischer Charakter zugewiesen wurden. Seit der Einführung des Farbfernsehens werden die kleinen Filme ebenfalls farbig ausgestrahlt. Im Lauf der Jahre erfuhren die beliebten Mainzelmännchen, deren Abenteuer übrigens nicht in Mainz, sondern in Wiesbaden von der Neuen Filmproduktion hergestellt werden, immer wieder optische Veränderungen und wurden dem jeweiligen Zeitgeist angepasst. Heutzutage benutzen sie auch mal ein Notebook oder ein Mobiltelefon.
Die letzte bedeutende Modernisierung erfuhr das ZDF im Juli 2009, als das neue Fernsehstudio seinen Betrieb aufnahm, in dem unter anderem die Nachrichtensendungen produziert werden. Es erhielt den Beinamen „Grüne Hölle“, weil es sich um ein vollständig virtuelles Studio mit grünen Wänden handelt, auf die sämtliche Hintergründe und 3D-Grafiken digital übertragen werden können.
Heute unterhält das ZDF in jeder deutschen Landeshauptstadt ein eigenes Studio und richtete 2000 das Hauptstadtstudio im Zollernhof in Berlin ein. Hinzu kommen mehr als 15 Auslandsstudios, unter anderem in New York City und Washington, D.C.

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